Public Interest Design

Public Interest Design ist ein Masterstudiengang, in dessen Mittelpunkt die faszinierende Vorstellung steht, durch Design an der Gestaltung der Gesellschaft und öffentlichen Angelegenheiten teilhaben zu können, in Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft zu treten und über eigene öffentliche Projekte das Interesse am Öffentlichen zu gestalten. Sich an der Entwicklung der Gesellschaft zu beteiligen, relevante Fragen zu stellen und durch Projekte am Wandel von Gesellschaft teilzuhaben, ist eine anspruchsvolle und wertvolle Herausforderung.

PUBLIC INTEREST DESIGN beschäftigen sich mit:

› Fragestellungen zum zukünftigen zusammenleben in den Städten und der gestaltenden Teilnahme an (Stadt-)Gesellschaft.
zum Schwerpunkt ‚Polis‘

› der Wirkung der gebauten Umwelt auf den Menschen und Fragen nach grundlegenden Bedürfnissen.
zum Schwerpunkt ‚Baukultur’

› mit Digitalisierung unter den Gesichtspunkten von Teilhabe, Ästhetik, und Gemeinschaft.
zum Schwerpunkt ‚Interaktiv‘

› der visuellen Gestaltung und Kommunikation in Räumen, die primär dem Gemeinwohl dienen.
zum Schwerpunkt 'Visuelle Kommunikation im Raum'

› der Gestaltung von intendierten Wirkungen mit transformativem und Gemeinwohl orientiertem Potential.
zum Schwerpunkt ‚Wirkungsorientierte Designpraxis und Designforschung‘

› filmischem Erzählen über Aspekte und Fragen des Gemeinwohls.
zum Schwerpunkt ‚Film‘

Studierende und Absolventen des PUBLIC INTEREST DESIGN sind Designerinnen und Designer:

› die ihre kreative Arbeit in Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Öffentlichkeit einbringen.

› die sich über Projekte und Themen an der Mitgestaltung von Gesellschaft und Öffentlichkeit beteiligen.

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Politische Verantwortung und Öffentlichkeit

In den Städten entscheiden sich die zentralen Fragen der Zukunft, des sozialen Miteinander, der Nachhaltigkeit und der Integration. Die Städte sind die kulturellen Träger einer demokratischen Gesellschaft, einer freiheitlichen Grundordnung und offener dynamischer Entwicklungen in Bildung, Wissen und Technologie. In seiner Grundsatzrede auf der Weltkonferenz zur Zukunft der Städte URBAN 21 in Berlin im Jahr 2000 hat Kofi Annan auf diese Zusammenhänge ausführlich und grundlegend hingewiesen.

Die zivile Gesellschaft basiert auf der Grundlage einer aktiven Teilhabe und Teilnahme der Bürger an den öffentlichen Angelegenheiten. Öffentlichkeit und Privatheit bilden die konstitutiven Pole, aus denen heraus die Stadt zum Gefäß für Freiheit und Verantwortung, Heimat und Integration, Identität und Selbstbestimmung wird. Ohne eine Kultur der Teilnahme an der Konstituierung, Kritik und Ausgestaltung der öffentlichen Angelegenheiten reduziert sich die Stadt auf die ökonomischen Dimensionen der Privatheit. Sie verliert ihre wesentliche Kategorie, die Mitverantwortung jedes Einzelnen für das Allgemeinwohl.

Stadtkultur, Stadtgesellschaft und Stadtbild sind Gestalten des Öffentlichen. Sie sind das Abbild des öffentlichen Lebens und zugleich ihr gestalteter Ausdruck. Städte bilden den erlebbaren Raum für ein bürgerliches Selbstverständnis, sie bieten den Rahmen für die Konstitution von Demokratie, Integration und Partizipation. Wege für eine Beteiligung und Teilnahme der Bürger an der Begründung und Gestaltung von Öffentlichkeit zu finden und sie als gemeinschaftliche Gestalter der Gesellschaft zur Geltung zu bringen, ist daher eine der zentralen Aufgaben und Herausforderungen für die Zukunft.

Stadt als Ort der politischen Verantwortung und Öffentlichkeit muss unter den Bedingungen von Globalisierung und Digitalisierung neu artikuliert werden. Die Verhältnisse von Globalem und Lokalem, physischen Nachbarschaften und virtuellen Erlebnis- und Entscheidungsräumen, Individualität und Gemeinschaft sind hochaktuelle Fragestellungen, mit denen sich eine Gesellschaft in der gemeinsamen Verantwortung für Öffentlichkeit und Demokratie auseinanderzusetzen hat. Hier ermöglicht das Design als Disziplin mit seinen ästhetischen Kategorien der Kommunikation und der Rückbindung an physische Wahrnehmung eigenständige Beiträge zur Bildung und Gestaltung von Gesellschaft.

Schon die Herstellung von Öffentlichkeit selbst, die Bestimmung eines Verhältnisses von Offenem und Geschlossenem, Privatem und Öffentlichem, kann in diesem Sinne als Akt elementaren Gestaltens begriffen werden. Vor diesem Hintergrund will die Bergische Universität Wuppertal in der Fakultät für Design und Kunst mit dem Master of Arts in PUBLIC INTEREST DESIGN Studieninteressierten die Möglichkeit bieten, sich mit den Mitteln des Designs an der verantwortlichen Begründung und Gestaltung von Gesellschaft und Öffentlichkeit zu beteiligen.