Grundlagen der Innenraumgestaltung: "Das zweite Zuhause - ein soziales Literaturcafe in Heckinghausen"


Von:

Joy Donath

Betreut durch:

Ulrich Seiss

Tags

Grundlagen

GRUNDLAGEN DER INNENRAUMGESTALTUNG: "DAS ZWEITE ZUHAUSE - EIN SOZIALES LITERATURCAFÉ IN HECKINGHAUSEN"

Im Rahmen der Modulabschlussprüfung FRG 1 bestand die Aufgabe für die „Farb- und Raumgestaltung des Innenraums“ darin, ein Gestaltungskonzept für einen freigewählten Innenraum aus dem Objektbereich zu entwickeln.
Das Wuppertaler Stadtgebiet Heckinghausen ist seit Jahren durch einen Trading-down-Prozess gekennzeichnet: Von den circa 11.000 Bewohnern Heckinghausens zählen mittlerweile circa 37% zu Arbeitslosen und Arbeitslosengeld-II-Empfängern. Fehlende Investitionen und mangelnde Freizeit- sowie Kulturangebote fördern den Wegzug der Bevölkerungsteile, die es sich finanziell leisten können. Aus diesem Grund wurde 2014 das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept “INSEK Soziale Stadt Heckinghausen” ins Leben gerufen. Dieses stellt finanzielle Unterstützungen bereit, um Projekte und Maßnahmen für die Aufwertung öffentlicher Räume, das Wohnen im Quartier sowie die Gemeinschaft und das Zusammenleben zu fördern. Eine Aufwertung insbesondere des öffentlichen Raumes und des Kulturangebots ist unbedingt nötig. Die Gemeinschaft und das Zusammenleben der Bewohner soll gestärkt werden und es soll ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs geschaffen werden.
Genau hier setzt das Konzept an. In dem freiliegenden Ladenlokal der Werléstraße 47 soll mit dem „Zweiten Zuhause“ ein soziales Literaturcafé entstehen, das der Nachbarschaft als Ort der Kommunikation und kulturellen Weiterbildung dient und die Integration sozialbenachteiligter Bewohner in die Gesellschaft fördert. Hierfür wird der Raum in zwei Bereiche gegliedert. Im vorderen Bereich lädt das authentisch und kommunikativ gestaltete Café zu kulturellem Austausch und inspirierenden Gesprächen ein. Es ist ein offener Ort der Begegnung, des guten Kaffees, anregender Gespräche, neuer Bekanntschaften, weltoffener Vielfalt, geteilter Lebensfreude und zusammenhaltender Nachbarschaft. Die Bücherstube im hinteren Bereich bietet den Besuchern hingegen die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, um zu lesen und sich zu entspannen. Es ist ein behüteter Ort der Ruhe, der zum Stöbern in vollen Bücherregalen einlädt und eine Flucht aus dem Alltag ermöglicht. Gleichzeitig fördert das Literaturangebot die kulturelle Weiterbildung und ermöglicht den Besuchern, in entspannender Atmosphäre ihren Horizont zu erweitern. Die Gestaltung soll hier vor allem eine beschützende, gemütliche und harmonische Atmosphäre erzeugen. Außerdem besteht in der Bücherstube die Möglichkeit zur Interaktion und Partizipation für alle Besucher. Hierfür wird eine Pinnwand angebracht, auf der Gedanken festgehalten und an Andere vermittelt werden können. Auch Literaturempfehlungen können hier für weitere Besucher festgehalten werden. Und sollte durch die ein oder andere Idee Gesprächsbedarf entstehen, finden die Besucher mit dem Café im vorderen Bereich einen einladenden Ort, um sich zusammenzusetzen und darüber zu debattieren.


Zurück zur Projektübersicht.
Weitere Projekte FARBTECHNIK/ RAUMGESTALTUNG/ OBERFLÄCHENTECHNIK:

  • Grundlagen der Innenraumgestaltung: "Das zweite Zuhause - ein soziales Literaturcafe in Heckinghausen"

    Bachelorarbeit "Neugestaltung der Innenräume der Heinrich-Mann-Schule in Berlin-Neukölln"
    Annika Bertram

  • Grundlagen der Innenraumgestaltung: "Das zweite Zuhause - ein soziales Literaturcafe in Heckinghausen"

    Gestaltungstechniken der Restauration, Imitation und Dekoration: Sandstein-Imitation, Kammzugtechnik, Vergolden und Schablonieren
    Kyra von Leerodt-Wrede

  • Grundlagen der Innenraumgestaltung: "Das zweite Zuhause - ein soziales Literaturcafe in Heckinghausen"

    Grundlagen der Innenraumgestaltung: "Wohnkonzept Lucas"
    Regina Volk & Sebastian Löwe

  • Grundlagen der Innenraumgestaltung: "Das zweite Zuhause - ein soziales Literaturcafe in Heckinghausen"

    Projekt Farb- und Raumgestaltung. Konzeption. Entwurf. Realisation: "Pina-Bausch-Zentrum"
    Alessia Vinci, Svenja Kersten