Grundlagen der Außenraumgestaltung: "Fassadengestaltung Villa Bremme in Wuppertal"


Von:

Julia Eisenbach

Betreut durch:

Ulrich Seiss

Tags

Grundlagen

GRUNDLAGEN DER AUßENRAUMGESTALTUNG: "VILLA BREMME IN WUPPERTAL"

Das vorliegende Projekt ist als Abschlussprüfung für das erste Modul des Studienganges Farbtechnik/Raumgestaltung/ Oberflächentechnik entstanden. Für diese Prüfung wird ein historisches, reales Gebäude untersucht und ein Gestaltungskonzept in digitaler Ausarbeitung entwickelt. Das hier gewählte, inzwischen denkmalgeschützte, Objekt ist die Villa Bremme. Diese wurde 1890 in Wuppertal gebaut und hat während der letzten 130 Jahre einige farbige Neugestaltungen erlebt. Um ein Konzept für eine Fassadengestaltung zu entwickeln, müssen verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Umgebung, die Historie und die heutige Nutzung. Ebenso spielen Tageslicht, der Baukörper selbst und Umgebungsfarbigkeit eine wichtige Rolle. Diese Faktoren werden untersucht und ihr Einfluss auf die Gestaltung geprüft. So entstehen im Laufe der Konzeptentwicklung und Optimierung verschiedene Entwürfe, die hier präsentiert werden.
Farbentwurf A ist komplementär zur derzeitigen Fassadenfarbigkeit in einem vergrauten, grünen Farbton angelegt. Dieser wird von weißen Akzenten an Stuckelementen und Fenster durchbrochen.
Farbentwurf B orientiert sich stärker an der derzeitigen Farbgebung und setzt diese in einem monochromen Farbkonzept um. Im Gegensatz zur derzeitigen Gestaltung werden hier ausschließlich Farben einer Farbfamilie verwendet, sodass keine optisch störenden Kontraste entstehen.
Für Farbentwurf C wurde die Verwendung von dunklen und hellen Farbtönen an der Fassade umgekehrt. Der Stuck ist dunkel gestaltet, während die Fassade in einem hellen beige Ton gehalten ist. Es entsteht ein gänzlich neuer Eindruck durch die verstärkte Betonung der Stuckelemente.
Das vierte und gewählte Farbkonzept vereint die positiven Aspekte der Entwürfe A-C in sich. Die Fassadenflächen sind in einem hellen, vergrauten beige Ton gehalten, der die Umgebungsfarbigkeit aufgreift, ohne sich ihr unterzuordnen. Zudem erinnert der Farbton an historische Putze und deren Steinsichtigkeit. Durch die Entscheidung für eine monochrome Farbgestaltung der Fassade, fügen sich helle und dunkle Nuancen des Farbtons zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Das wiederholte Aufgreifen der Töne an verschiedenen Bauteilen rahmt die Villa optisch ein und verleiht ihr eine besondere Ausdruckskraft.


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