Karlirella – Die Verwandlung


Von:

Sebastian Salanta

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Semesterprojekt

Der Film »Karlirella« dokumentiert die Wirkung der vier Interventionen auf die Passantinnen und Passanten sowie ihre Wahrnehmung des Platzes. Er zeigt auf, wie dieser gegenwärtig wenig belebte Ort sich wandelt und zu einem Ort des Erlebnisses transformiert wird. Der Film sucht nach Momenten, in denen sich Menschen beobachten, begegnen und interagieren. Er stellt diese Szenerie des belebten Platzes der Tristesse gegenüber, die der Karlsplatz für viele Menschen ausstrahlt.

Der Karlsplatz wird mit Hilfe filmischer Stilmittel personifiziert. Dazu werden verschiedene Elemente eingesetzt. Ein Beispiel ist der Herzschlag eines Menschen im Ton, zusammen mit Bildern die parallel zum Herzschlag auftauchen und wieder verschwinden. Die Personifizierung des Platzes im Film ermöglicht den Betrachtenden eine stärkere Identifikation und ermutigt Menschen dazu, selbst auf dem Platz aktiv zu werden.

Mithilfe des Films werden Akteurinnen und Akteure vor Ort auf den Karlsplatz als potenzieller Veranstaltungsort aufmerksam gemacht. Die Idee ist es, regelmäßige Interventionen anzustoßen, die eine Form der Zwischennutzung darstellen können. Darüber hinaus kann die regelmäßige Bespielung des Platzes durch unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusätzliche Synergien schaffen.

Im Film »Karlirella« steht der Karlsplatz stellvertretend für weitere öffentliche Plätze. Es ist ein Aufruf an alle Menschen, diese Plätze nicht sich selbst zu überlassen oder abzuwarten, bis jemand anderes die Verantwortung übernimmt, sondern selbst die Initiative zu ergreifen – Selbst Verwandlerin oder Verwandler eines Platzes zu sein.

Der Karlsplatz wird zum Ort des Geschehens. Im Rahmen von vier Interventionen findet eine Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum sowie den Menschen vor Ort statt. Mit den Interventionen werden insbesondere Möglichkeiten der Belebung des Platzes sichtbar, die aufzeigen, dass es für eine solche Belebung lediglich des Engagements weniger Menschen bedarf. Mit den temporären Interventionen wird ein Anstoß gegeben, ein Bewusstsein für die eigene Wahrnehmung des Platzes zu entwickeln und diese zu verändern. Nicht kommerzielle Interventionen spielen eine wichtige Rolle hinsichtlich einer langfristigen und positiven Veränderung der Wahrnehmung des Platzes und damit der Lebensqualität im Quartier. Mit der Entwicklung eines Verständnisses über die eigene Fähigkeit zu intervenieren, kann auch die Motivation hervorgerufen werden, eigene Ideen für öffentliche Räume, wie den Karlsplatz, zu konstruieren. Daher ist es von Bedeutung, dieses Verständnis zu schärfen und die positive Wandlungskraft nicht kommerzieller Interventionen auf öffentlichen Plätzen zu illustrieren. Getragen wird das Vorhaben, einen Film zu diesem Zweck zu erstellen, durch die Hoffnung, dass die Vorstellung des Platzes - im “neuen Kleid”, so attraktiv wirkt, dass sich regelmäßig Akteure finden, um ihn entsprechend zu verwandeln.

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